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Kann eine KI deine Website lesen?

Domain eingeben – sechs Punkte werden sofort gemessen. Danach sechs Fragen, die kein Werkzeug für dich beantworten kann. Am Ende steht, was zuerst zu tun ist.

Die meisten Ratschläge zur KI-Optimierung sind Behauptungen. Dieser Test misst stattdessen, was messbar ist: Kommt ein Programm an deine Seite heran, und findet es dort etwas vor, das es verstehen kann?

Sechs Punkte werden automatisch geprüft, sobald du deine Adresse eingibst. Die anderen sechs kann dir kein Werkzeug abnehmen – die stehen als Fragen darunter.

Was der Test nicht kann

Er prüft eine Seite. Für die Startseite ist das der richtige Einstieg, aber das Kontaktformular steht meistens woanders – lass die Kontaktseite getrennt durchlaufen, sonst bleibt der wichtigste Formular-Befund aus.

Er sagt außerdem nichts darüber, ob du gefunden wirst. Technische Lesbarkeit ist die Voraussetzung, nicht das Ergebnis. Wer wissen will, ob Assistenten den eigenen Betrieb tatsächlich nennen, misst das anders: mit festen Fragen, frischen Sitzungen und drei Durchläufen, monatlich notiert. Wie das geht, steht in KI-Sichtbarkeit selbst messen.

Und wenn alles grün ist?

Dann ist die Technik in Ordnung, und der nächste Hebel ist Inhalt. Erfahrungsgemäß liegt er in dieser Reihenfolge:

  1. Google-Unternehmensprofil vollständig, Hauptkategorie exakt. Für lokale Empfehlungen die wichtigste Quelle überhaupt – siehe Wie KI lokale Betriebe empfiehlt.
  2. Bewertungen als Routine, nicht als Aktion.
  3. Die drei häufigsten Kundenfragen zu eigenen Abschnitten ausbauen, mit Zahlen und einer Grenze.

Die vollständige Einordnung – was Google selbst dazu sagt und warum die Hälfte der kursierenden Empfehlungen nichts bringt – steht im Ratgeber unter Ist deine Website für KI lesbar?.

Kurz beantwortet.

Was genau wird gemessen?

Sechs Punkte, die sich von außen prüfen lassen: ob deine robots.txt Such- oder KI-Programme aussperrt, mit welchem Status und nach welcher Zeit dein Server antwortet und über wie viele Weiterleitungen, wie viel Text ohne JavaScript im HTML steht, ob die Überschriftenhierarchie stimmt, ob Knöpfe echte Knöpfe sind und ob Formularfelder beschriftet sind. Dazu kommen Nebenbefunde wie Title, Meta-Description, Sprachangabe und strukturierte Daten.

Warum kann das Werkzeug nicht alles prüfen?

Sechs der zwölf Punkte aus dem Ratgeber sind Urteilsfragen oder brauchen Zugänge, die nur du hast – ob ein Text etwas Eigenes sagt, ob deine Daten überall gleich stehen, ob deine Seiten in der Search Console als indexiert geführt werden. Dafür steht der Fragebogen im zweiten Teil. Ein Werkzeug, das behauptet, auch das automatisch zu bewerten, rät.

Wird meine Seite dabei verändert oder gespeichert?

Nein. Es wird genau eine Seite plus die robots.txt abgerufen, ausgewertet und wieder verworfen – wie ein normaler Besuch. Es wird nichts gespeichert, nichts veröffentlicht und nichts an Dritte weitergegeben. Deine Antworten auf die sechs Fragen bleiben in deinem Browser.

Warum schlägt die Prüfung bei manchen Seiten fehl?

Meist wegen eines Bot-Schutzes, der unbekannte Besucher abweist, oder weil der Server zu lange braucht. Beides ist selbst ein Befund: Was den Prüfer aussperrt, sperrt oft auch die Abruf-Programme der KI-Anbieter aus. Bei Seiten hinter einem Login funktioniert der Test grundsätzlich nicht.

Ersetzt das eine richtige Analyse?

Nein. Der Test findet technische Hindernisse in einer Minute. Ob deine Inhalte für deine Kunden taugen, ob du für die richtigen Begriffe gefunden wirst und was zuerst Geld bringt, steht auf keinem Prüfbericht. Dafür braucht es einen Blick in die Search Console und ein Gespräch.

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