Preis berechnen
Alle Artikel

erfahrungen.app: Spam-Mails, Impressum und Bewertungen im Check

Ich bekomme ungefragt Mails von erfahrungen.app, ich solle mein Profil beanspruchen. Ich habe nachgesehen, wer hinter dem Portal steht, woher die Bewertungen kommen und was du gegen die Mails tun kannst – mit Fundstellen und Abrufdatum.

Seit einiger Zeit bekomme ich Mails von erfahrungen.app: Ich solle mein Profil dort beanspruchen. Ich habe nie darum gebeten, dort gelistet zu werden. Ich habe gebeten, die Mails einzustellen. Sie kommen trotzdem. Also habe ich nachgesehen, wer hinter dem Portal steht und woher die Bewertungen dort stammen.

Stand: 6. Oktober 2026. Das ist ein Erfahrungsbericht, keine Rechtsberatung. Was ich nachgeprüft habe, steht mit Fundstelle und Abrufdatum unten in den Quellen. Was meine Einschätzung ist, schreibe ich als solche. erfahrungen.app hat Preise und Zahlen in den ersten Wochen schon geändert – siehst du etwas, das nicht mehr stimmt, schreib mir. Ich korrigiere es mit Datum im Verlauf.

Kurz gesagt:

  • Das Impressum nennt eine Hamburger GmbH ohne Geschäftsführer und ohne Registernummer. Im Registerportal der Länder habe ich unter diesem Namen keinen Eintrag gefunden.
  • Datenschutzerklärung und AGB nennen einen anderen Betreiber: eine LLC in Kalifornien.
  • In meinen Stichproben stammen die Bewertungen von Trustpilot – mit Namen, Datum und Überschrift, ohne Quellenangabe, als „Verifizierte Bewertung“ gekennzeichnet.
  • Beanspruchen musst du nichts. Gegen die Mails helfen ein Widerspruch nach Art. 21 DSGVO, gesicherte Belege und notfalls die Datenschutzaufsicht.

Was erfahrungen.app ist

erfahrungen.app beschreibt sich als Bewertungsportal für Firmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf der Preisseite nennt es „1.300.000 öffentliche Firmenprofile“ und „22.000.000 echte Kundenbewertungen im Index“. Die Profile entstehen ohne Zutun der Firmen, aus Register- und Impressumsangaben. Im Seitenfuß jeder Seite steht „Deutschlands #1 Bewertungsportal“.

Firmen können ihr Profil kostenlos beanspruchen und dann auf Bewertungen antworten. Dazu gibt es drei bezahlte Pakete: Starter für 59 €, Plus für 119 € und Premium für 359 € im Monat, jeweils mit 30 Tagen Geld-zurück-Garantie.

Die Domain ist jung. Laut Registry-Datenbank (RDAP) wurde erfahrungen.app am 26. August 2026 registriert. Impressum, Datenschutzerklärung und AGB tragen alle den Stand 29. August 2026.

Meine Erfahrung mit den Mails

Die Mails kommen seit Wochen, immer wieder, an meine geschäftliche Adresse. Der Inhalt ist immer derselbe: Mein Profil sei da, ich solle es beanspruchen. Eingewilligt habe ich in keine dieser Mails, und ich hatte vorher keinen Kontakt zu erfahrungen.app.

Ich habe geantwortet und gebeten, mir keine Mails mehr zu schicken. Eine Antwort kam nicht. Die Mails kamen weiter.

Mein Profil liegt unter erfahrungen.app/erfahrung/maikel-szymanski.de. Am 6. Oktober sah es so aus:

  • keine Bewertungen, Status „Nicht beansprucht“,
  • ein automatisch erzeugter Frageblock, beginnend mit „Ist Maikel Szymanski seriös?“.

Technisch interessant: Die Profilseite antwortet mit dem HTTP-Status 404 und trägt die Anweisung noindex. Suchmaschinen sollen sie also derzeit gar nicht aufnehmen. Auf der Seite zum Beanspruchen wirbt erfahrungen.app mit dem Satz „Ihre Firma wird gegoogelt – und Interessenten lesen, was andere über Sie schreiben.“ Für mein Profil trifft das im Moment nicht zu.

Wer hinter erfahrungen.app steht

Die Rechtstexte nennen zwei verschiedene Betreiber:

Wo Wer dort genannt wird
Impressum („Herausgeber“) Erfahrungen Deutschland GmbH, Gänsemarkt 43, 20354 Hamburg
Datenschutzerklärung („Verantwortlicher“) erfahrungen.app LLC, 10100 Santa Monica Blvd Suite 2600, Century City, CA 90067, USA
AGB („betrieben von“) erfahrungen.app LLC, ohne Anschrift

Stand 06.10.2026, Wortlaut der jeweiligen Seite.

Auf der Seite „Warum wir“ steht dazu: „Kein US-Portal mit deutscher Oberfläche.“

Was im Impressum fehlt. Für eine GmbH verlangt § 5 DDG neben Name und Anschrift die Rechtsform und den Vertretungsberechtigten, also die Geschäftsführung, dazu Registergericht und Registernummer. Das Impressum von erfahrungen.app nennt Name, Anschrift und eine E-Mail-Adresse. Einen Geschäftsführer und eine Registernummer nennt es nicht. Als Verantwortlichen für die Inhalte nach § 18 Abs. 2 Medienstaatsvertrag, wo ein Name mit Anschrift hingehört, steht dort „die Redaktion von erfahrungen.app“.

Was im Register steht. Am 6. Oktober 2026 habe ich im gemeinsamen Registerportal der Länder nach dem Schlagwort „Erfahrungen“ gesucht, gelöschte Firmen eingeschlossen. Es gab 13 Treffer, überwiegend Vereine. Keiner heißt „Erfahrungen Deutschland GmbH“, keiner sitzt in Hamburg. Auch das Firmenverzeichnis North Data kennt keine Firma dieses Namens. Eine GmbH besteht „als solche“ erst mit der Eintragung ins Handelsregister (§ 11 Abs. 1 GmbHG). Ob es eine Gesellschaft in Gründung gibt oder die Firma anders eingetragen ist, weiß ich nicht. Unter dem Namen aus dem Impressum habe ich keinen Eintrag gefunden.

Die Adressen. Am Gänsemarkt 43 in Hamburg ist ein Coworking-Haus mit flexibel mietbaren Büros. Das ist für sich genommen nicht ungewöhnlich, auch kleine Firmen arbeiten so. Ohne Registereintrag und ohne Namen einer Geschäftsführung lässt sich aber nicht nachprüfen, wer dort sitzt. Zur LLC habe ich bei OpenCorporates keinen Eintrag gefunden. Das sagt wenig, weil neue US-Firmen dort oft mit Verzug auftauchen.

Einen Vertreter in der EU, den ein Verantwortlicher außerhalb der EU nach Art. 27 DSGVO in der Regel benennen muss, nennt die Datenschutzerklärung nicht.

Woher die Bewertungen kommen: drei Stichproben

22 Millionen Bewertungen wenige Wochen nach der Registrierung der Domain – die Frage liegt nahe, woher sie kommen. In der Datenschutzerklärung steht, dass „öffentlich zugängliche Bewertungsmetadaten anderer Portale mit Quellenangabe“ verarbeitet werden. Ich habe am 6. Oktober vier Profile mit Trustpilot verglichen.

Stichprobe 1: ein kleines Tarifvergleichsportal. Check Your Tarif hat auf beiden Plattformen genau 14 Bewertungen:

Trustpilot erfahrungen.app
Anzahl Bewertungen 14 14
Neueste Bewertung 4. Nov. 2024 4. November 2024
Kategorie Preisvergleichsseite Preisvergleichsseite
Beispiel-Überschrift „Der Wechsel zu einem andere…“ „Der Wechsel zu einem andere…“
Kennzeichnung „Bewertung ohne vorherige Einladung“ „Verifizierte Bewertung“

Stand 06.10.2026. Ich nenne die Namen der Bewertenden nicht; sie stimmen auf beiden Seiten überein.

Namen, Datum und Text stimmen überein, bis hin zur Überschrift, die mitten im Wort abbricht. Solche Überschriften erzeugt Trustpilot automatisch aus dem Textanfang. Die Bewertungen stammen aus dem Jahr 2024, zwei Jahre bevor die Domain erfahrungen.app registriert wurde.

Stichprobe 2: Firmenantworten, die es dort nicht geben kann. Das Profil von KarteDirekt ist „Nicht beansprucht“. Trotzdem stehen unter zwei Bewertungen Antworten „des Unternehmens“, unterschrieben mit „Team KarteDirekt“. Im Frageblock desselben Profils schreibt erfahrungen.app selbst: „Deshalb kann KarteDirekt hier nicht auf Bewertungen antworten.“ Auf Trustpilot antwortet KarteDirekt in genau diesem Stil, und die beiden Kategorien sind auf beiden Seiten dieselben: „Internetladen“ und „Softwarehändler“.

Stichprobe 3: ein Cookie-Banner im Handelsregister. Beim Profil von CHECK24 steht im Feld „Handelsregister“: „Nur notwendige Cookies, München, HRB 228747“. Die ersten Wörter sind offenbar die Beschriftung eines Cookie-Banners, die beim automatischen Auslesen der Website im Registerfeld gelandet ist. CSP24 berichtete am 4. September, dass erfahrungen.app für CHECK24 damals 363.933 Bewertungen anzeigte; auf Trustpilot sind es heute gut 367.000. Am 6. Oktober zeigt erfahrungen.app 121.

Eine Quellenangabe zu den Bewertungen habe ich auf keinem der vier Profile gefunden. Trustpilot wird nirgends erwähnt. Auf der Seite „Warum wir“ steht: „Bewertungen schreiben nur Menschen.“

Was das heißt: Für meine Stichproben spricht alles dafür, dass die Bewertungen samt Namen, Datum und Überschrift von Trustpilot übernommen wurden. Ob das für den ganzen Bestand gilt, kann ich nicht sagen. Trustpilot selbst hat das Profil von erfahrungen.app inzwischen entfernt, mit dem Hinweis: „Das Unternehmen, das Sie suchen, verstößt gegen unsere Richtlinien und ist auf Trustpilot nicht mehr sichtbar.“ Welche Richtlinie gemeint ist, schreibt Trustpilot nicht.

Was mir sonst auffällt

Die Preise widersprechen sich. Auf derselben Preisseite kostet Plus einmal „99 € im Monat“ und im Paketkasten 119 €. Im Rechenbeispiel für Agenturen kostet Premium 299 €, im Paketkasten 359 €. CSP24 hatte am 4. September noch 49, 99 und 299 € dokumentiert.

Nicht löschen, aber ausblenden. Die AGB versprechen: „Wir löschen keine Bewertungen. Auch nicht für Geld.“ In den bezahlten Paketen sind 10, 25 oder 100 „Meldungen pro Tag“ enthalten, und gemeldete Bewertungen werden laut Preisseite „sofort ausgeblendet, bis die Prüfung abgeschlossen ist“. Wer mehr zahlt, kann also mehr Bewertungen vorläufig ausblenden lassen. Für mich passt das nicht zu diesem Versprechen.

Wettbewerber im eigenen Profil. Nicht zahlende Profile zeigen einen Block „Alternativen zu …“ mit anderen Firmen. Das Paket Plus wirbt mit „Keine Wettbewerber-Anzeige im eigenen Firmenprofil“. Ein ähnliches Modell hat der Bundesgerichtshof 2018 beim Ärzteportal jameda beanstandet: Wer zahlenden Kunden solche Vorteile verschafft, ist kein neutraler Informationsmittler mehr, und nicht zahlende Ärzte konnten die Löschung ihres Profils verlangen (VI ZR 30/17). Ob das auf erfahrungen.app übertragbar ist, müsste im Einzelfall ein Gericht klären.

Ein Linkblock im Seitenfuß. Unter jeder Seite stehen knapp 30 Links, die fast alle ein einzelnes Finanzportal und dessen Gründer betreffen, mit Linktexten wie „Kritik“, „Klage“ oder „Verbraucherzentrale“. Was das auf einem unabhängigen Bewertungsportal zu suchen hat, erschließt sich mir nicht.

Fair ist auch: Das Beanspruchen kostet nichts, die Pakete sind monatlich kündbar und haben eine Geld-zurück-Garantie, und ein gekauftes Ranking verspricht erfahrungen.app ausdrücklich nicht.

Meine Einschätzung

Ich halte erfahrungen.app nicht für ein seriöses Bewertungsportal. Meine Gründe:

  • Ich bekomme Werbemails, in die ich nie eingewilligt habe, und meine Bitte, sie einzustellen, blieb ohne Wirkung.
  • Das Impressum nennt weder Geschäftsführung noch Register, die Rechtstexte nennen zwei verschiedene Betreiber, und für die GmbH aus dem Impressum habe ich keinen Registereintrag gefunden.
  • In meinen Stichproben stammen die Bewertungen von Trustpilot und tragen ein Prüfsiegel, das sie dort nicht haben.

Das ist meine Meinung auf Grundlage dessen, was ich am 6. Oktober 2026 nachprüfen konnte. Möchte sich der Betreiber dazu äußern, ergänze ich seine Stellungnahme hier im Wortlaut.

Was du tun kannst, wenn du solche Mails bekommst

  • Nicht reflexhaft beanspruchen. Das Profil steht dort auch ohne dich. Beanspruchen erlaubt dir nur, auf Bewertungen zu antworten. Hat dein Profil keine, gibt es nichts zu beantworten. Mit dem Beanspruchen legst du ein Konto an, für das die AGB gelten; Vertragspartner ist laut AGB die US-Gesellschaft.
  • Belege sichern. Mails nicht löschen, sondern mit vollständigem Header in einen eigenen Ordner verschieben. Dein Profil mit Datum als Screenshot oder PDF speichern.
  • Widersprechen, Auskunft und Löschung verlangen. Bist du Einzelunternehmer oder Freiberufler, sind dein Name und deine Kontaktdaten personenbezogene Daten. Gegen Werbung kannst du nach Art. 21 Abs. 2 DSGVO jederzeit widersprechen, danach dürfen die Daten dafür nicht mehr genutzt werden (Abs. 3). Nach Art. 15 DSGVO steht dir Auskunft zu, auch darüber, woher die Daten stammen. Antworten muss der Verantwortliche grundsätzlich innerhalb eines Monats.
  • Bei der Datenschutzaufsicht beschweren. Kommt keine Antwort oder weiter Werbung, kannst du dich nach Art. 77 DSGVO bei der Aufsichtsbehörde deines Bundeslandes beschweren. In Sachsen ist das die Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte. Das kostet nichts.
  • Unterlassung verlangen. Werbung per E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung ist eine unzumutbare Belästigung nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG, auch gegenüber Unternehmen. Nach dem Bundesgerichtshof kann schon eine einzige unverlangte Werbemail an einen Betrieb ein rechtswidriger Eingriff in den Gewerbebetrieb sein (I ZR 218/07). Ob eine „Profil beanspruchen“-Mail als Werbung zählt, ist eine Rechtsfrage. Weil das Beanspruchen in bezahlte Pakete führt, spricht aus meiner Sicht viel dafür. Ob sich eine Abmahnung lohnt, wenn unklar ist, wer der Betreiber ist und wo er sitzt, klärst du am besten mit einem Anwalt.
  • Filtern. Eine Regel im Mailprogramm, die alles von der Absenderdomain erfahrungen.app in einen eigenen Ordner sortiert, spart Nerven, ohne die Belege zu löschen. Links in den Mails klicke ich nicht an.

So sieht die Mail aus, die du an hello@erfahrungen.app schicken kannst:

Betreff: Widerspruch, Auskunft und Löschung nach Art. 21, 15 und 17 DSGVO

Guten Tag,

ich widerspreche nach Art. 21 Abs. 2 DSGVO der Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten für Zwecke der Direktwerbung. Senden Sie mir keine weiteren E-Mails.

Bitte teilen Sie mir nach Art. 15 DSGVO mit, welche Daten Sie über mich gespeichert haben, woher Sie diese Daten haben, zu welchem Zweck und auf welcher Rechtsgrundlage Sie sie verarbeiten und an wen Sie sie weitergegeben haben.

Löschen Sie anschließend nach Art. 17 DSGVO alle Daten zu meiner Person, die Sie nicht aus rechtlichen Gründen aufbewahren müssen, und bestätigen Sie mir die Löschung.

Ich erwarte Ihre Antwort innerhalb eines Monats.

[Name, Firma, Website, E-Mail-Adresse, an die die Werbung ging]

Wenn du als Betrieb Bewertungen sammeln willst, die tatsächlich gelesen werden: Für lokale Betriebe ist das in aller Regel das Google-Unternehmensprofil. Wie ein Portal aussieht, bei dem ich mich selbst angemeldet habe und für das ich bezahle, steht in meinem Erfahrungsbericht zu Trustlocal.

Verlauf

Datum Was passiert ist
06.10.2026 Bericht erstellt. Impressum, Datenschutzerklärung, AGB, Preise und vier Profile geprüft, Registerportal und Trustpilot abgefragt. Die Mails kommen weiter.

Häufige Fragen

Ist erfahrungen.app seriös?

Ich halte das Portal nicht für seriös. Das ist meine Einschätzung, Stand 6. Oktober 2026: Es verschickt ungefragt Mails an Firmen, das Impressum nennt weder Geschäftsführer noch Registernummer, Impressum und Datenschutzerklärung nennen zwei verschiedene Betreiber, und in meinen Stichproben stammten Bewertungen samt Namen, Datum und Überschrift von Trustpilot – dort ohne Einladung abgegeben, auf erfahrungen.app als „Verifizierte Bewertung“ gekennzeichnet.

Muss ich mein Profil auf erfahrungen.app beanspruchen?

Nein. Das Profil steht dort auch ohne dein Zutun. Beanspruchen ist kostenlos und erlaubt dir, auf Bewertungen zu antworten. Hat dein Profil keine Bewertungen, gibt es nichts zu beantworten. Mit dem Beanspruchen legst du ein Konto an, für das die AGB von erfahrungen.app gelten; Betreiber laut AGB ist eine US-Gesellschaft.

Wer steht hinter erfahrungen.app?

Laut Impressum die „Erfahrungen Deutschland GmbH“, Gänsemarkt 43 in Hamburg. Datenschutzerklärung und AGB nennen dagegen eine „erfahrungen.app LLC“ mit Adresse in Century City, Kalifornien. Im Registerportal der Länder habe ich am 6. Oktober 2026 keine Firma namens „Erfahrungen Deutschland GmbH“ gefunden, auch nicht unter den gelöschten.

Stammen die Bewertungen auf erfahrungen.app von Trustpilot?

In meinen Stichproben ja. Beim Profil eines kleinen Tarifvergleichsportals stimmten alle 14 Bewertungen mit Trustpilot überein: Namen, Datum, Text, Kategorie, sogar mitten im Wort abgeschnittene Überschriften. Auf einem nicht beanspruchten Profil standen Firmenantworten, die die Firma dort gar nicht schreiben kann. Eine Quellenangabe habe ich auf keinem der geprüften Profile gefunden. Ob das für den ganzen Bestand gilt, kann ich nicht sagen.

Wie stoppe ich die E-Mails von erfahrungen.app?

Schreib an hello@erfahrungen.app einen Widerspruch gegen die Nutzung deiner Daten für Werbung nach Art. 21 DSGVO, verbunden mit Auskunft (Art. 15) und Löschung (Art. 17). Hebe die Mails mit vollständigem Header auf. Kommt weiter Werbung, kannst du dich bei der Datenschutzaufsicht deines Bundeslandes beschweren oder anwaltlich Unterlassung verlangen. Für den Alltag hilft eine Filterregel auf die Absenderdomain.

Quellen

  1. Impressum erfahrungen.app, Stand 29.08.2026 · abgerufen 06.10.2026
  2. Datenschutz erfahrungen.app, Stand 29.08.2026 · abgerufen 06.10.2026
  3. Allgemeine Geschäftsbedingungen erfahrungen.app, Stand 29.08.2026 · abgerufen 06.10.2026
  4. Preise für Unternehmen erfahrungen.app · abgerufen 06.10.2026
  5. Warum wir erfahrungen.app · abgerufen 06.10.2026
  6. Firmenprofile Check Your Tarif, KarteDirekt, CHECK24 und Maikel Szymanski erfahrungen.app, /erfahrung/checkyourtarif.de, /kartedirekt.de, /check24.de, /maikel-szymanski.de · abgerufen 06.10.2026
  7. Bewertungen zu Check Your Tarif Trustpilot · abgerufen 06.10.2026
  8. Bewertungen zu KarteDirekt Trustpilot · abgerufen 06.10.2026
  9. Profil erfahrungen.app: „Dieses Profil wurde entfernt“ Trustpilot · abgerufen 06.10.2026
  10. RDAP-Abfrage erfahrungen.app (Registrierung 26.08.2026) Google Registry · abgerufen 06.10.2026
  11. Registerportal, erweiterte Suche: Schlagwort „Erfahrungen“, inkl. gelöschter Firmen (13 Treffer) Gemeinsames Registerportal der Länder · abgerufen 06.10.2026
  12. Neues Bewertungsportal: erfahrungen.app – Aufpassen, nicht zu schnell loslegen! CSP24, 04.09.2026 · abgerufen 06.10.2026
  13. erfahrungen.app Erfahrungen: Seriös oder eher fragwürdig? hop2.de, 26.09.2026 · abgerufen 06.10.2026
  14. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), § 7 – Unzumutbare Belästigungen Gesetze im Internet · abgerufen 06.10.2026
  15. Digitale-Dienste-Gesetz (DDG), § 5 – Allgemeine Informationspflichten Gesetze im Internet · abgerufen 06.10.2026
  16. GmbH-Gesetz, § 11 – Rechtszustand vor der Eintragung Gesetze im Internet · abgerufen 06.10.2026
  17. BGH, Beschluss vom 20.05.2009, I ZR 218/07 – E-Mail-Werbung II lexetius.com · abgerufen 06.10.2026
  18. BGH, Urteil vom 20.02.2018, VI ZR 30/17 – jameda.de Medien Internet und Recht · abgerufen 06.10.2026
  19. Datenschutz-Grundverordnung, Art. 15, 17, 21 und 77 EUR-Lex · abgerufen 06.10.2026

In zwei Minuten weißt du, was deine Website kostet.