Ratgeber · DSGVO

DSGVO für Websites: Checkliste & Pflichtangaben 2026

Alle DSGVO-Pflichten für Website-Betreiber auf einen Blick: Cookie-Banner, Datenschutzerklärung, Impressum und interaktive Checkliste zum Abhaken.

Zuletzt aktualisiert: 11.03.2026

Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) gilt seit 2018 — und betrifft ausnahmslos jede Website. Trotzdem sind viele Websites auch 2026 noch nicht vollständig konform. Das kann teuer werden: Abmahnungen und Bußgelder sind keine Seltenheit.

In diesem Ratgeber zeige ich dir die 8 wichtigsten DSGVO-Pflichten, wie du ein Cookie-Banner richtig einrichtest und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest. Am Ende findest du eine interaktive Checkliste zum Abhaken.

Was ist die DSGVO und warum betrifft sie jede Website?

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine EU-Verordnung, die den Umgang mit personenbezogenen Daten regelt. Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierbare Person beziehen — und dazu gehören bereits IP-Adressen.

Das bedeutet: Sobald deine Website einen Besucher hat, verarbeitest du personenbezogene Daten. Dein Webserver speichert die IP-Adresse in Log-Dateien. Wenn du zusätzlich Kontaktformulare, Analytics oder Social-Media-Plugins nutzt, kommen weitere Daten hinzu.

Gilt auch für Kleinunternehmer: Die DSGVO kennt keine Ausnahmen für Unternehmensgröße. Ob Freelancer, Handwerksbetrieb oder Konzern — die Pflichten gelten für alle gleichermaßen.

Die 8 DSGVO-Pflichten für Website-Betreiber

Diese 8 Punkte musst du auf deiner Website umsetzen, um DSGVO-konform zu sein:

1. Impressum

Keine DSGVO-Pflicht im engeren Sinne, aber nach TMG/DDG gesetzlich vorgeschrieben und eng mit dem Datenschutz verknüpft. Dein Impressum muss vollständige Angaben zu Name, Anschrift, Kontaktdaten und ggf. Handelsregister enthalten. Es muss von jeder Seite mit maximal 2 Klicks erreichbar sein.

2. Datenschutzerklärung

Die Datenschutzerklärung ist das Herzstück der DSGVO-Compliance. Sie muss vollständig, verständlich und aktuell sein. Beschreibe alle Datenverarbeitungen auf deiner Website: Server-Logs, Kontaktformulare, Cookies, Analytics, eingebundene Drittdienste. Nenne jeweils die Rechtsgrundlage (Art. 6 DSGVO), den Zweck und die Speicherdauer.

3. SSL-Verschlüsselung

Eine SSL-Verschlüsselung (HTTPS) ist Pflicht, sobald personenbezogene Daten übertragen werden — also bei jedem Kontaktformular, Login oder Bestellprozess. In der Praxis sollte jede Website SSL nutzen. Google bevorzugt HTTPS-Seiten zudem im Ranking.

4. Cookie-Banner mit Opt-in

Technisch nicht-notwendige Cookies dürfen erst nach aktiver Einwilligung des Besuchers gesetzt werden. Ein simpler „OK"-Button reicht nicht. Der Besucher muss die Möglichkeit haben, einzelne Cookie-Kategorien zu akzeptieren oder abzulehnen. Ablehnen muss genauso einfach sein wie Akzeptieren.

5. Kontaktformulare absichern

Bei Kontaktformularen musst du auf die Datenverarbeitung hinweisen und auf die Datenschutzerklärung verlinken. Erfasse nur Daten, die du wirklich brauchst (Datensparsamkeit). Speichere die Formulardaten nicht länger als nötig.

6. Analytics DSGVO-konform einbinden

Google Analytics, Matomo & Co. dürfen nur mit Einwilligung (Cookie-Banner) oder in einer datenschutzkonformen Konfiguration eingesetzt werden. Bei Google Analytics 4 ist eine Einwilligung in der Regel erforderlich, da Daten an Google-Server übertragen werden. Alternativen wie Matomo (selbst gehostet) können ohne Einwilligung betrieben werden.

7. Social-Media-Plugins

Klassische Social-Media-Buttons (Facebook Like, Twitter Share) übertragen beim Laden der Seite bereits Daten an die Plattformen — ohne dass der Besucher klickt. Nutze stattdessen die Shariff-Lösung oder einfache Links zu deinen Social-Media-Profilen.

8. Newsletter nur mit Double-Opt-in

Für den Newsletter-Versand brauchst du eine nachweisbare Einwilligung. Das Double-Opt-in-Verfahren (Anmeldung + Bestätigungsmail) ist der Standard. Jeder Newsletter muss einen Abmeldelink enthalten.

Das Cookie-Banner ist der sichtbarste Teil der DSGVO-Compliance. Hier ein Vergleich der beliebtesten Lösungen:

Cookiebot Borlabs Cookie Complianz
Plattform Alle (SaaS) WordPress WordPress
Preis Ab 0 € (bis 100 Unterseiten) Ab 39 € / Jahr Ab 0 € (Basis)
Auto-Scan Ja Nein (manuell) Ja
Opt-in konform Ja Ja Ja
Google Consent Mode Ja Ja Ja
Einrichtung Einfach Mittel Einfach
Für wen? Alle Websites WordPress-Profis WordPress-Einsteiger
Wichtig: Egal welches Tool du nutzt — teste, ob Cookies wirklich erst nach Einwilligung gesetzt werden. Öffne deine Website im Inkognito-Modus und prüfe die Cookies in den Browser-DevTools, bevor du auf „Akzeptieren" klickst.

DSGVO-Checkliste für deine Website

Nutze diese Checkliste, um deine Website Punkt für Punkt DSGVO-konform zu machen. Dein Fortschritt wird automatisch gespeichert.

Häufige DSGVO-Fehler und Abmahn-Risiken

Diese Fehler sehe ich bei Website-Checks am häufigsten — und sie können richtig teuer werden:

Google Fonts extern eingebunden

Das Laden von Google Fonts von Google-Servern überträgt IP-Adressen in die USA. Seit dem LG München-Urteil (2022) ein beliebtes Abmahnziel. Lösung: Fonts lokal hosten.

YouTube ohne Datenschutz-Modus

Standard-YouTube-Embeds setzen Cookies und laden Tracker. Nutze youtube-nocookie.com oder lade Videos erst nach Klick.

Kein AV-Vertrag mit Dienstleistern

Mit jedem Dienstleister, der Zugang zu personenbezogenen Daten hat (Hosting, E-Mail, Analytics), brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag.

Cookie-Banner nur mit „OK"-Button

Ein Banner ohne echte Wahlmöglichkeit ist rechtswidrig. Besucher müssen Cookies ablehnen können — genauso einfach wie akzeptieren.

Veraltete Datenschutzerklärung

Die Datenschutzerklärung passt nicht mehr zu den tatsächlich eingesetzten Tools. Jede Änderung an der Website erfordert ein Update.

Kontaktformular ohne Hinweis

Beim Kontaktformular fehlt der Hinweis auf die Datenverarbeitung und der Link zur Datenschutzerklärung.

Abmahnwelle Google Fonts: Seit 2022 wurden tausende Websites wegen extern eingebundener Google Fonts abgemahnt. Die Forderungen liegen typischerweise bei 100–170 € pro Besucher. Prüfe jetzt, ob deine Website Google Fonts lokal hostet!
DSGVO-Check vom Profi: Ich prüfe deine Website auf alle DSGVO-Anforderungen und setze die nötigen Änderungen direkt um. Kostenlosen DSGVO-Check anfragen.

Häufige Fragen zur DSGVO für Websites

Ja, ausnahmslos. Jede Website, die personenbezogene Daten verarbeitet (und das tut praktisch jede), braucht eine Datenschutzerklärung. Das gilt auch für einfache One-Pager oder Visitenkarten-Websites — schon die Server-Logfiles erfassen IP-Adressen.

Technisch ja, wenn es korrekt konfiguriert ist: Opt-in statt Opt-out, keine vorausgewählten Checkboxen, echtes Blockieren von Cookies bis zur Einwilligung. Viele kostenlose Lösungen erfüllen diese Anforderungen aber nur unzureichend. Investiere lieber in eine saubere Lösung.

Es drohen Abmahnungen (meist 1.000–5.000 €) und Bußgelder der Datenschutzbehörden (theoretisch bis 20 Mio. € oder 4% des Jahresumsatzes). In der Praxis liegen Bußgelder für kleine Unternehmen meist im drei- bis fünfstelligen Bereich.

Nein, nicht ohne Einwilligung. Das Laden von Google Fonts überträgt die IP-Adresse des Besuchers an Google-Server in den USA. Seit dem Urteil des LG München (2022) ist das ohne Einwilligung ein DSGVO-Verstoß. Lösung: Fonts lokal hosten.

Immer wenn sich etwas an der Datenverarbeitung ändert — neues Analytics-Tool, neues Kontaktformular, neuer Newsletter-Dienst. Zusätzlich empfehle ich einen jährlichen Check, um sicherzustellen, dass alles noch aktuell ist.

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