Homepage selber erstellen oder erstellen lassen?
Baukasten vs. WordPress DIY vs. Profi — ein ehrlicher Vergleich nach Design, SEO, Speed, Wartung und Kosten.
Du brauchst eine Website für dein Unternehmen, deine Praxis oder dein Startup. Die erste Frage: Selber machen oder machen lassen? Beide Wege haben Vor- und Nachteile — und die richtige Antwort hängt von deiner Situation ab.
In diesem Ratgeber vergleiche ich die drei häufigsten Optionen ehrlich und transparent. Am Ende weißt du genau, welcher Weg für dich der richtige ist.
Die 3 Wege zur eigenen Website
Grundsätzlich hast du drei Möglichkeiten, an eine Website zu kommen:
- Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace): Du baust alles selbst zusammen — per Drag & Drop.
- WordPress DIY (WordPress + Plugins): Du installierst WordPress und richtest alles selbst ein.
- Profi beauftragen (Freelancer oder Agentur): Ein Profi erstellt die Website für dich.
Der große Vergleich
Wie schneiden die drei Optionen in den wichtigsten Kategorien ab? Hier der direkte Vergleich:
| Kriterium | Baukasten | WordPress DIY | Profi |
|---|---|---|---|
| Design-Qualität | Template-basiert | Theme-basiert | Individuell |
| Individualität | ✗ | teilweise | ✓ |
| SEO-Optimierung | teilweise | teilweise | ✓ |
| Ladegeschwindigkeit | teilweise | teilweise | ✓ |
| Responsive Design | ✓ | ✓ | ✓ |
| DSGVO-Konformität | teilweise | teilweise | ✓ |
| Wartungsaufwand | Gering | Hoch | Keiner |
| Zeitaufwand | 20–60h | 40–100h | 2–5h (Briefing) |
| Kosten (1. Jahr) | 100–500 € | 200–800 € | 800–5.000 € |
| Eigentum am Code | ✗ | teilweise | ✓ |
| Skalierbarkeit | ✗ | teilweise | ✓ |
| Support | Community/Chat | Community | Persönlich |
Baukasten: Die wahren Kosten von "kostenlos"
Website-Baukästen wie Wix, Jimdo oder Squarespace werben mit einfacher Bedienung und günstigen Einstiegspreisen. Das klingt verlockend — aber schauen wir genauer hin.
Vorteile
- Günstiger Einstieg (teilweise kostenlose Basis-Version)
- Keine Programmierkenntnisse nötig
- Schnell online (Stunden statt Wochen)
- Hosting und SSL inklusive
Nachteile
- Kein Eigentum: Die Website gehört dem Anbieter. Kündigst du, ist alles weg.
- Eingeschränktes SEO: Die technische SEO-Basis ist begrenzt. URL-Strukturen, Ladezeiten und Code-Qualität sind nicht optimierbar.
- Template-Look: Egal wie du es drehst — Baukasten-Seiten sehen aus wie Baukasten-Seiten. Profis erkennen das sofort, Kunden unbewusst.
- Werbung in Gratisversion: Die kostenlose Version zeigt Werbung des Anbieters auf deiner Business-Seite.
- Versteckte Kosten: Eigene Domain, E-Mail, erweiterte Features — alles kostet extra.
WordPress DIY: Mehr als nur installieren
WordPress ist das beliebteste CMS der Welt — aber "einfach WordPress installieren" klingt leichter, als es ist. Hier ein ehrlicher Blick auf den DIY-Weg:
Was du wirklich können musst
- Hosting auswählen und einrichten
- WordPress installieren und konfigurieren
- Theme auswählen und anpassen (CSS-Kenntnisse nötig)
- Plugins recherchieren, installieren, konfigurieren
- Inhalte erstellen und einpflegen
- SEO-Grundlagen verstehen und umsetzen
- DSGVO-konforme Einstellungen vornehmen
- Regelmäßige Updates und Backups durchführen
- Sicherheitsprobleme erkennen und beheben
Realistischer Zeitaufwand
Für jemanden ohne Vorerfahrung: 40–100 Stunden für eine einfache Business-Website. Dazu kommen monatlich 2–5 Stunden für Updates, Backups und Problemlösungen.
Profi beauftragen: Warum es sich lohnt
Einen Webdesigner zu beauftragen ist die effizienteste Option — vorausgesetzt, du findest den richtigen. Hier die Vorteile:
- Zeitersparnis: Du konzentrierst dich auf dein Business, während der Profi deine Website baut.
- Qualität: Individuelles Design, optimierte Performance, sauberer Code.
- SEO von Anfang an: Technische und inhaltliche Suchmaschinenoptimierung ist integriert.
- Rechtssicherheit: DSGVO, Impressum, Cookie-Banner — alles korrekt umgesetzt.
- Eigentum: Der Code gehört dir. Du kannst jederzeit den Anbieter wechseln.
- Support: Ein persönlicher Ansprechpartner statt anonymer Chatbot.
Entscheidungshilfe: Was passt zu dir?
Die richtige Wahl hängt von deiner Ausgangslage ab. Hier eine schnelle Orientierung:
Baukasten wählen, wenn...
- Du ein privates Projekt oder Hobby hast
- Budget unter 200 € und viel Zeit vorhanden
- Keine besonderen Anforderungen an SEO oder Design
- Die Website nicht geschäftskritisch ist
WordPress DIY wählen, wenn...
- Du technisch versiert bist und gern lernst
- Du regelmäßig selbst Inhalte pflegen willst
- Mittleres Budget, aber viel eigene Zeit verfügbar
- Du langfristig volle Kontrolle über alles willst
Profi beauftragen, wenn...
- Deine Website Kunden bringen soll
- Deine Zeit wertvoller ist als das Budget
- Du bei Google gefunden werden willst
- Du einen professionellen Auftritt brauchst, der Vertrauen schafft
- Du dich nicht um Technik, Updates und Sicherheit kümmern willst
Erstellen lassen — ohne Stress
Ich übernehme alles: Design, Entwicklung, SEO und Launch. Du lehnst dich zurück. Schau dir meine Leistungen an oder lass dich kostenlos beraten.
Maikel Szymanski
Webdesigner & Entwickler aus Pirna. Fragen zum Thema? Schreib mir — kostenlos und unverbindlich.
Kurz beantwortet
Kann ich mit einem Baukasten starten und später zum Profi wechseln?
Technisch ja — aber du musst komplett von vorn beginnen. Baukasten-Inhalte lassen sich nicht migrieren. Deshalb lohnt es sich, gleich richtig anzufangen, wenn die Website geschäftlich wichtig ist.
Wie finde ich einen guten Webdesigner?
Achte auf: eigene Referenzen (nicht nur Stock-Fotos), transparente Preise, persönliche Kommunikation und ob die Webseiten des Designers selbst professionell wirken. Ein guter Webdesigner fragt erst nach deinen Zielen, bevor er ein Angebot macht.
Brauche ich wirklich ein individuelles Design?
Für Unternehmen: ja. Deine Website ist oft der erste Kontakt mit potenziellen Kunden. Ein individuelles Design hebt dich von der Konkurrenz ab und zeigt Professionalität. Templates senden die Botschaft: "Uns ist die Webseite nicht wichtig genug."
Was ist mit WordPress.com vs. WordPress.org?
WordPress.com ist ein Baukasten (ähnlich Wix). WordPress.org ist die freie Software zum Selbsthosten. Wenn Leute "WordPress" sagen, meinen sie meist WordPress.org — das ist flexibler, braucht aber eigenes Hosting und technisches Wissen.
Lohnt sich ein Profi auch für eine ganz einfache Website?
Ja, denn auch eine einfache Website muss technisch sauber sein, um bei Google gefunden zu werden. Eine Visitenkarten-Website vom Profi kostet ab 800 € und ist in 2 Wochen fertig — ohne deinen Zeitaufwand.